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SV Plüderhausen: "Mehr krank als gesund"

Artikel aus der Zeitschrift tischtennis, Ausgabe 02/2014.

 


SV Plüderhausen

Mehr krank als gesund

Die Schwaben beklagen außergewöhnliches Verletzungspech, weshalb sie immer wieder mit Verbandsligaspielern antreten. Dennoch gelang gegen Ochsenhausen nun ein Überraschungserfolg, der Hoffnungen weckt.


Aus der Ferne hatte es vielleicht so ausgesehen, als habe sich der SV Plüderhausen in der TTBL schon aufgegeben: Nach einem 0:3 in Fulda mit zwei Spielern aus der Verbandsligareserve ging das Team mit Kim Jung-Hoon, der Nummer fünf Trinko Keen und Verbandsliga-Mann Marcel Schaal in die Partie gegen Ochsenhausen - und gewann völlig überraschend mit 3:1. "Plüderhausen lebt wieder", verkündete der gegen den 19-jährigen Franzosen Simon Gauzy erfolgreiche Niederländer, und Sportkoordinator Ulrich Engele schwärmte. "Trinko ist ein Traummann: Er kämpft um jeden Ball, egal, wie weh es tut." Der 42 Jahre alte Keen habe sich wegen einer schmerzenden Hüfte kaum bewegen können. "Doch er gibt nie auf." Zwei weitere Siege von Kim machten das TTF-Debakel perfekt. Ochsenhausen hatte Spitzenspieler Ryu Seung Min wegen dessen anhaltenden Schulterproblemen nur an Position drei aufgeboten und könnte seine Play-off-Chance verspielt haben.

In der heimischen Presse wird der SVP verrissen. Die Konkurrenz zeigt Verständnis

"Der SV hat einen neuen Hauptsponsor: Lazarett Plüderhausen oder Hospital Plüderhausen", kommentierte Manager und Trainer Matthias Landfried die Personalnot sarkastisch. Von der Stammbesetzung hatten oder haben alle Spieler Probleme. Hausgemacht seien die Schwierigkeiten überhaupt nicht. "Bis auf Mattenet, der selbst über seine Einsätze entscheidet, sind alle Spieler vollumfänglich verfügbar. Wir hatten ja extra fünf Spieler verpflichtet, damit wir anders als in den vergangenen Jahren nicht wieder mit Verbandsligaspielern antreten müssen. Ich kann Spieler mit einem ärztlichen Attest schlecht zwingen zu spielen", so Landfried. Es sei nicht fair, dass der Verein dafür in der heimischen Presse verrissen werde. "Natürlich ist es für die Zuschauer nicht schön, wenn wir in Fulda vor 750 Leuten mit zwei Verbandsliga-Leuten spielen oder zuhause mit einem. Aber ich bin froh, dass die jungen Spieler sich das überhaupt antun."

Es handele sich ausschließlich um "eine gnadenlose Pechsträhne" und "außergewöhnliches Verletzungspech" - im Remstal gingen nicht etwa die Lichter aus, so Landfried. Er sei gekommen, "um ein sinkendes Schiff mit zu retten, und so schnell gebe ich nicht auf", erklärte der coachende Manager. "Es ist ohnehin eine schwierige Rettungsmission, und dann kommt noch so viel Pech dazu: Wenn es einen Tischtennis-Gott gibt, hat er uns diese Saison verlassen. Wir haben von zwölf Spielen nur einmal in Bestbesetzung gespielt."

Und was sagt die Konkurrenz dazu: "Sicher ist es nicht gut und auch imageschädigend, wenn Plüderhausen mit zwei Verbandsligaakteuren antritt", erklärt Düsseldorfs Manager Andreas Preuß. "Wenn allerdings Verletzungen vorliegen, dann ist das Pech. Ich habe in all den Jahren die Kollegen aus Plüderhausen als faire Sportsleute kennengelernt, und daher denke ich, dass sie sich auch weiterhin in diesem Sinne verhalten."

Nach dem Überraschungssieg gegen Ochsenhausen sind es nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz acht, und das Lazarett lichtet sich: Bai Fengtian kehre bald ins Team zurück, heißt es unter anderem vom SVP. "Wenn wir gegen Ochsenhausen verloren hätten, wäre es vorbei gewesen, aber so ist noch alles drin", sagt Landfried. Ein Fragezeichen bleibt allerdings: "Wir haben Mattenet für alle sechs Spiele angefragt. Wenn wir viermal mit Mattenet, Kim und Bai spielen können, haben wir gute Chancen auf den Klassenerhalt, wenn nicht, wird es schwierig." Möglicherweise entscheiden erst die letzten beiden Partien in Hagen und gegen Mühlhausen.

Falls der Abstieg tatsächlich verhindert werden kann, glaubt Landfried auch an eine Zukunft von Plüderhausen in der TTBL: "Mein Gefühl ist so. Wenn der Klassenerhalt geschafft wird, denke ich, dass es weitergehen wird."

 

 

stef